Website-Icon miðgarðr

Brașov – Ankunft

Wieder bestes Wetter am Donnerstag – der Strecke nach Brașov stand nichts entgegen.  So nahmen wir uns auch die Zeit, noch mal nebenbei gut 40km in die andere Hälfte der Transalpina hineinzufahren. Wir kamen prima durch, stoppten ein letztes (geplantes) Mal an einer Tankstelle – die sich als ‚lost place‘ entpuppte 🙂

Wir fuhren weiter bis nach Ghimbav (Weidenbach) – dort fühlte sich plötzlich das Fahren für mich sehr… seltsam an. Kurz gehupt, dass die anderen vor mir das mitbekommen, hab ich sofort angehalten. Tatsache: Der hintere Reifen war platt. Mist. Ich hab noch meine ersten Flüche in den Bart gemurmelt, da sprach mich schon ein Einheimischer an, der gleichzeitig nach Hause gekommen war. Problem? – Ja, der Reifen. – Soll ich einen Freund anrufen, der flickt Reifen, wohnt gegenüber, sein Laden ist drei Kilometer weiter. – Ja, das wäre toll. Nach einem kurzen Telefonat: kein Problem, er macht gerade den Laden zu und kommt.
Erste Erleichterung setzt sich. Schon Hilfe organisiert, bevor die Anderen überhaupt umgedreht sind ;-). Eine viertel Stunde später kommen Dan und seine zwei Angestellten; flicken den Reifen provisorisch. Als sie von zuhause einen Kompressor zum Aufpumpen holen, bringen sie Dans kleine Tochter zum Übersetzen mit – sie spricht richtig gut deutsch. Ich muss noch mit rüber: Dan will mir seine Custom-Intruder zeigen, ein echtes Schmuckstück (zwischen Jetski, ATV und BMW geparkt – ein Vulkanisierer hat in Rumänien offenbar ein gutes Auskommen). Ich soll morgen in den Laden kommen, da repariert er den Reifen dann professionell, wenn ich das Rad selber ausbauen kann. Das Provisorium reicht locker bis dann. Okay. Puh. Glück im Unglück, eine Stunde später fahren wir weiter, zur Pensionsuche in Brașov.
Die erste auf der Liste ist ausgebucht, eine zweite, die wir auf gut Glück probieren, scheint gar nicht zu vermieten – aber um die Ecke war noch die Pension Bavaria. Und wieder Glück, die nehmen uns nicht nur für die kommenden Nächte, sie sind dort super nett und die Zimmer gut.
Am nächsten Morgen fahre ich mit Lars los, um Dans Laden zu suchen – eine Adresse hat er mir nicht gegeben, ich möchte aber zu ihm und nicht irgendeinem anderen Vulkanisierer; nach der guten und noch unentgeltlichen Hilfe. Nach etwas suchen finden wir ihn auch, ein kleiner, einfacher Laden und ein freundlich winkender Dan, als er uns entdeckt. Lange Story kurz:wir bauen das Rad aus, er repariert den Reifen, sein Falke paßt auf, wir bauen das Rad ein, Abschiedsfoto für die Tochter und der Urlaub kann weiter gehen 🙂

45.662950325.5064694
Die mobile Version verlassen